Akku bzw. Akkus
Alles zum Thema Akkus
Die Stromversorgung über Akkus ist der am häufigsten gewählte Weg. Mit heutigen Lithium-Akkus kann man viel mehr Energie in kleinen Standard-Bauformen speichern, als es bei NiMH-Akkus der Fall ist.
Doch ganz so einfach ist das Thema leider nicht. Vor dem Kauf und Einsatz solltest du dir folgende Fragen stellen:
Sollte man Akkus bei beliebigen Händlern auf Handelsplattformen kaufen oder bei seriösen Quellen, die alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen?
Ist es ratsam, am Ende für den (wahrscheinlich) identischen Akku mehr zu bezahlen?
Wie lange soll mein Node am Stück betrieben werden?
Wie viel Platz habe ich im Gehäuse, das ich nutzen möchte?
Wie schließe ich die Akkus an? (Mit Buchsen/Steckern, Lötfahnen oder über ein Batterie-Management-System (BMS)?)
Möchte ich im Falle eines Defekts die Rundzellen einfach aus einem Halter entnehmen können?
Was passiert im Winter und im Sommer mit den Akkus?
Wichtige Sicherheitshinweise zur Temperatur
ACHTUNG:
Ein LiFePO4-Akku sollte bei 0 °C und kälter nicht geladen werden! Zudem sollte er bei unter -20 °C nicht entladen werden.
Ein Li-Ion-Akku darf bei 0 °C und kälter nicht geladen werden. Bei Minustemperaturen bilden sich beim Laden sogenannte Lithium-Dendriten. Diese wirken wie kleine, wachsende Speere innerhalb der Batterie und können Kurzschlüsse verursachen, die letztendlich zu Brand oder Explosion führen können.
Lebensdauer und Kapazität
Ich möchte hier gerne hochwertige Quellen anbieten, habe jedoch noch keine gefunden, die diese Informationen so zusammenfasst, wie ich es mir vorstelle. Als Richtwerte gelten:
Li-Ion-Akkus: ca. 500 -800 Ladezyklen*.
LiFePO4-Akkus: ca. 2-3000 Ladezyklen*.
Häufig haben flache Li-Ion-Akkus eine Kapazität zwischen 600 mAh und 3000 mAh bei einer Nennspannung von 3,7 V.
Spannungsbereich der Li-Ion Akkus:
Nennspannung: 3,7 V
Entladen bis 3,0 V, Laden bis 4,2 V.
Kapazitätsangabe (C-Rate): Die Kapazität wird meist bei einem Entladestrom von 0,2C angegeben. Das C steht hierbei für den Wert der Nennkapazität.
Beispiel: Bei einem 2000-mAh-Akku entspricht 0,2C einem Entladestrom von 400 mA. Bei dieser Belastung würde der Akku rechnerisch genau 5 Stunden halten.
LiFePO4 Akkus hingegen haben einen anderen Spannungsbereich:
Nennspannung 3,2 V, Entladen bis 2,4 V und Laden bis 3,65 V (Ladeschlussspannung)
Wenn man nun die Spannungsbereiche der Akkus gegenüberstellt, wird schnell deutlich, dass diese doch relativ stark von einander abweichen.
Ein LiFePO4 Akku darf z.B. nicht mit 4,2 V geladen werden. Diese Spannung würde eine (reguläre) LiFePO4 Zelle zerstören (aufblähen/ausgasen lassen).
Das bedeutet auch, dass ein LiFePO4 Akku nicht direkt an denn Batterieanschluss eines T114 v2 Boards angeschlossen werden darf, da dieser lediglich für Li-Ion Akkus bestimmt ist.
Selbst wenn ein BMS Modul eines LiFePO4 Akkus die Ladespannung bei 3,65V unterbrechen und das Board dennoch weiter laufen würde**, bedeuten 3,65V, das der LiFePO4 Akku randvoll (100%) ist. Wenn das Board oder die meshcore oder meshtastic Software von einem Li-Ion Akku ausgeht, wird die Software keine 100% Ladestand anzeigen. Vielleicht 50% ?
* Mit zunehmender Ladezyklenzahl reduziert sich die verbleibende Restkapazität.
Eremit.de gibt an, dass zwischen 2000 und 3000 erfolgten Zyklen die Restkapazität der 6000mAh 3,2V LiFePO4 Zelle noch über 70% beträgt sofern der Entladestrom nie mehr als 1C (also 6A!) betragen hst
**was ich nicht glaube, dass das funktionieren würde. Ich denke, BMS schaltet ab und dann ist der Node aus.
Am 15.Februar 2026 waren es morgens in Norddeutschland -13°C. Die Sonne schien den ganzen Morgen. Somit haben wir am Morgen bei noch -8°C starken Sonnenschein der bei Solar-Repeatern sofort eine Ladung startet. Li-Ion Akkus würden sofort schaden nehmen. Bei gekauften Solar-Repeatern sind in der Regel Li-Ion Akkus verbaut. Ich bezweifle, dass die Akkus in den Genuss einer "Frost-Ladungssicherungsschaltung" kommen...